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Behälter für Zigarettenkippen an Bushaltestellen

Aufgefegte Zigarettenkippen an einer Bushaltestelle in Holzhausen sind für die Grünen Anlass, das Aufstellen von Behältern zu fordern (v.l.n.r.) Friedel Boberg, Joachim Grützmacher, Petra Funke und Doris Kaulingfrecks.
Grüne sichern Leerung bei Test in Holzhausen

Georgsmarienhütte – Das Problem der Umweltschädigung durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen wollen die Grünen angehen. Für die kommende Sitzung des zuständigen Fachausschusses hat die Stadtratsfraktion beantragt, die Erprobung von Behältern an Bushaltestellen zu beschließen, wo sich ihrer Wahrnehmung nach die Reste des Rauchens häufig am Boden befinden.
„Zigarettenkippen sind für Mensch, Tier und Umwelt sehr gefährlich“, stellte Vorstandsmitglied Doris Kaulingfrecks fest. Kinder könnten durch Verschlucken vergiftet werden. Tiere seien durch Verwechslung als Nahrung und durch Trinken aus mit Zigarettenkippen verunreinigten Pfützen gefährdet.
Ein Zigarettenstummel enthält laut Kaulingfrecks etwa 250 verschiedene Giftstoffe wie Nikotin, Arsen, Blei, Kupfer, Benzol und Teer, womit 40 l Grundwasser verseucht werden könnten. Aus einer Zigarettenkippe könne durch Regen knapp 2 mg Nikotin in Boden und Grundwasser gelangen. Ein Zigarettenfilter aus Zelluloseacetat zersetze sich in Süßwasser nach ca. 20 Jahren, in Salzwasser nach etwa 200 Jahren.
Die Fraktionsvorsitzende Petra Funke sprach sich für eine Testphase von zunächst einem halben Jahr aus. Mögliche Teststellen könnten im Stadtteil Holzhausen die Bushaltestellen an von-Galen – und Sutthausener Straße sein. Hier seien die Grünen bereit, in einer halbjährlichen Testphase die Leerung zu übernehmen. Bei guter Nutzung könnten solche Behälter stadtweit aufgestellt werden.

Lärmschutz B51, Gartmannsbach und Grundschule

Stadtteilanliegen Harderberg werden angeschoben

Georgsmarienhütte – Auf die Einlösung der Zusage der Stadt, bis zum Jahresende mit dem Bau der Lärmschutzwand an der B 51 zu beginnen, drängen die Grünen. „Nachdem die Anwohner viele Jahre hingehalten wurden, muss diese Zusage jetzt eingehalten werden“, forderte die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Petra Funke.
Die Stadt solle sich zudem gegenüber der Straßenbaubehörde des Landes für Tempo 70 auf der B 51 zwischen Harderberg und Oesede einsetzen, schlug Christian Dreier von der Stadtteilgruppe Harderberg vor. Zuständig für die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen sind die Städte Georgsmarienhütte und Osnabrück  entsprechend den Kommunalgrenzen. Dadurch könne nicht nur der Lärmpegel gesenkt, sondern auch Unfallgefahr und CO2-Belastung verringert werden.
Dreier wies darauf hin, dass Lärmbelastung auch von der A33 komme. „Warum darf Richtung Bielefeld Tempo 300 gefahren werden, während es rund um Osnabrück auf A1 und A30 die Begrenzung auf 100 km/h gibt“, fragte der Harderberger Grüne. Die Autobahn GmbH erklärte den Grünen dazu, im Zuge der A 33  im Streckenabschnitt südlich vom AK Osnabrück-Süd lägen ausreichende Sichtweiten, Kurvenradien und Abstände zwischen den Anschlussstellen für eine „freie“ Geschwindigkeit vor. Der städtische Abschnitt der A 30 besitze zudem  mit bis 74.000 Kfz/24h eine sehr hohe Verkehrsstärke.
Einsetzen wollen sich die Grünen, dass das letzte Tempo-50-Schild auf der Alten Heerstraße beseitigt wird und dort durchgängig Tempo 30 gilt. Durch eine Bepflanzung verschönern wollen sie den dortigen Kreisel gegenüber der Firma Adler.
Wenn der Hochwasserschutz in Oesede nicht vorankommt, müssten nach Auffassung der Grüne andere Projekte in der Prioritätenliste hochgestuft werden. „Damit darf nicht gewartet werden, bis wir wie im Ahrtal absaufen“, so Dreier. So könne die Renaturierung des Gartmannsbaches vorgezogen werden. Geklärt und abgestellt wissen wollen die Grünen die wiederholte weißliche Verfärbung dieses Baches sowie die Einleitung aus dem Milchhof (s. Anhang).
Mehr Fahrradständer wollen die Grünen für die Harderberger Grundschule. Zudem solle die Böschung durch Befestigung und Gestaltung nutzbar gemacht und in Schulbetrieb integriert werden, erläuterte Kirsten Book ein Anliegen aus der Elternschaft. Ratsmitglied Ines Gießelmann will das im Fachausschuss am 20.1. ansprechen.

Petra Funke erinnerte an ihren Vorschlag, die Bushaltestelle „Sparkasse“ umzubenennen, da die Filiale aufgegeben worden sei. Ihr Vorschlag sei die Bezeichnung „Am Wäldchen“ als Beitrag, dieses zu erhalten. Die Prüfung dieses Vorschlages sei von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS) zugesagt worden.

Die Stadtteilgruppe will sich zukünftig regelmäßig mit Harderberger Belangen beschäftigen, nächstmalig am 28. März. um 17 Uhr. Interessierte können sich dazu anmelden per E,-mail: christian.dreier@osnanet.de.

Mühlenteich auf dem Weg zum Niedermoor?

Georgsmarienhütte – „Wenn nicht wirksam gegengesteuert wird, ist der Mühlenteich in Kloster Oesede auf dem Weg zu einem Niedermoor“.
Das erklärte der Osnabrücker Gewässerkundler Achibert Goll anlässlich eines Ortstermins, zu dem die Grünen eingeladen hatten. Bei dem jetzt schon sehr geringem Wasserstand sei dann über ein Verlandungsgewässer die Bildung eines Erlenbruchwaldes zu erwarten.
„Wenn dagegen der Mühlenteich als freies Gewässer erhalten bleiben soll, müssen Zu- und Ablauf zwecks sauerstoffhaltiger Belebung des Teiches reaktiviert sowie regelmäßige, abschnittsweise und zeitlich gestaffelte  Entschlammungen vorgenommen werden“, so Goll. Letzterem hat der Landkreis nach Kenntnis der Grünen inzwischen zugestimmt. Demnach solle der Stadt die Beseitigung der nach Absterben Schlamm verursachenden Teichrosen ab Sommer 2022 erlaubt werden. Nähere Auskünfte von der Stadtverwaltung erwarten die Grünen im Fachausschuss am 15. November. Den Einsatz des Mittels SchlixX Plus schätzt Goll für die Stadt als teuer und wirkungsarm ein.
Inwieweit die Entnahme von Wasser aus Schlochterbach und Düte für den Mühlenteich möglich ist, darüber muss laut Goll ein FFH-Entwicklungskonzept des Landkreises Auskunft geben. In diesem Zusammenhang wollen die Grünen auch die Pflege des Uferbewuchses mit "Auf den Stock setzen" von Schwarzerlen sowie Schneiteln von Kopfweiden geklärt wissen. Zu berücksichtigen sei der Schutz von Amphibien und Vögeln.
Beim weiteren Vorgehen wollen die Grünen das bisher von der Stadt nicht in Anspruch genommene Unterstützungsangebot der Bundesumweltstiftung nutzen. Beteiligt werden an den Entscheidungen müsse auch die Kloster Oeseder Bevölkerung, die einiges an Erfahrungen einzubringen habe, wie der Ortstermin deutlich machte. Ein Anwohner beklagte Gestank aus getrocknetem Schlamm im Sommer und vermehrtes Auftreten von Mücken.

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