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14.05.2019

Mit „Fairtrade“ gerechtere Welt

Grüne suchen Mitstreiter in der Stadt

Georgsmarienhütte – Wie kann eine Kommune zum fairen Handel in der Welt beitragen? Zu dieser Frage berichtete Eckhard Eilers aus der Gemeinde Bad Essen, die seit 2017 dem globalen Fairtrade- Netzwerk angehört, als Gast der Grünen.

Wesentliche Ziele von Fairtrade seien existenzsichernde Einkommen für Kleinbauernfamilien vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie Förderung von umweltschonendem Anbau, berichtete Eilers.

Gezahlt werde ein fester Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion decke. Die Kontrolle erfolge durch einen unabhängigen Zertifizierer. Gewährt werde außerdem eine Fairtrade-Prämie, die von den Erzeugern von Lebensmitteln nach eigenem Ermessen für Gemeinschafts- und Sozialprojekte verwendet werden müsse.

Voraussetzung sei zum einen ein Ratsbeschluss, der dazu verpflichte, bei Beköstigung in Sitzungen mindestens zwei fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Kekse zu berücksichtigen. Zum anderen sei eine kommunale Steuerungsgruppe aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft erforderlich.

In Bad Essen werde das Projekt bisher von sieben Einzelhändlern unterstützt, die jeweils mindestens vier fair gehandelte Produkte anbieten müssten. Angeschlossen hätten sich außerdem fünf Gastronomiebetriebe sowie Schulen, Kirchengemeinden und Vereine.

„Unser Ziel ist es, die Bevölkerung durch Bildungsarbeit zu ermutigen, sich noch mehr damit zu beschäftigen, was das eigene Konsumverhalten mit den Lebensbedingungen in den ärmeren Ländern zu tun hat“, erklärte Eilers. Wenn eine ganze Gemeinde oder Stadt das unterstütze, könne das durchaus zu Veränderungen und gerechteren sozialen Verhältnissen in fernen Ländern beigetragen.

Die Grünen wollen klären, inwieweit auch in Georgsmarienhütte Interesse besteht, sich an dem Fairtrade-Projekte zu beteiligen. Anschließend soll entschieden werden, ob ein solcher Vorschlag in den Stadtrat eingebracht werden soll. Interessierte können sich melden bei Monika Wessendorf, Tel.: 017682179858 oder E.-mail: Monika.Wessendorf@web.de.



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