Artikel


24.05.2019

Dr. Volker Wachendörfer (Mitte) informierte sich vor Ort über die Situation des Mühlenteiches.

Mühlenteich Kloster Oesede:

Alternativen zu „Schlixx“ sollen geprüft werden

Georgsmarienhütte – Inwieweit es Alternativen zum Chemieeinsatz mit dem Mittel „Schlixx“ gibt, um den Mühlenteich in Kloster Oesede vor weiterer Verschlammung zu retten, wollen die Grünen untersucht wissen. Gemeinsam mit dem Heimatverein hatten sie Dr. Volker Wachendörfer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geladen, um nach einer Ortsbegehung konkrete Möglichkeiten zu erörtern. Beteiligt waren auch Vertreter von Stadtrat, Stadtverwaltung und Landkreis.

Die Wirkung des bereits seit 2012 eingesetzten Mittels „Schlixx“ noch jahrelang abzuwarten, reiche den Klosteranern nicht mehr aus, betonte eingangs Heimatsvereinsvorsitzender Günter Rolwes. Ziel müsse es sein, dieses Stadtteil-Idyll umweltverträglich zu erhalten, zumal im Rahmen des Naturweges hier noch in diesem Jahr ein Aussichtspunkt errichtet werden solle.

Nachdem „Schlixx“ im vergangenen Jahr nicht in der vollen Menge eingesetzt worden sei, sei es jetzt nachbeordert worden, berichtete Stadtvertreter Torsten Dimek. Mit einem Monitoring werde die Entwicklung bis Ende 2021 genau beobachtet. Landkreis-Mitarbeiter Dr. Detlef Wilcke wies auf die Bedeutung von Ufergestaltung sowie Tier- und Pflanzenbesatz hin. Ein Einziehen von Wasser aus dem Schlochterbach sah er kritisch, zumal dieses nicht frei von Nährstoffen sei.

Er habe über das richtige Vorgehen auch mit anderen Experten gesprochen, die sich mit der Sanierung von Stillgewässern befassen, berichtete Wachendörfer. Klar sei, dass die FFH-Vorgaben für Düte und Schlochterbach beachtet werden müssten und bei einer zu geringen Wassertiefe Fischsterben nicht ausgeschlossen seien. Über den Einsatz von „Schlixx“ in größeren Stillgewässern gebe es bisher wenig Erfahrungen.

Denkbar sei seitens der Umweltstiftung eventuell ein Projekt, indem am Beispiel des Mühlenteiches gutachterlich unterschiedliche Szenarien aufgezeigt würden, mit und ohne Schlixx und in Kombination. Als Alternativen kämen Teilentschlammung, Belüftung mit Fontänen, Sandfang und biologische Methoden in Betracht. Unabdingbar sei die Reduzierung organischer Einträge und die Zufuhr von Nährstoffen. Die Entscheidung bleibe aber vor Ort.

Wachendörfer hielt es für sinnvoll, die Monitoring-Ergebnisse gemeinsam zu besprechen. Weitere Fachleute für die Sanierung stehender Gewässer hätten bereits ihr Interesse an einer Mitwirkung bekundet. Eine fachliche Besprechung soll nach der Sommerpause stattfinden.



zurück

Keine Kommentare

Kommentar schreiben






CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.




* Pflichtfelder