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12.11.2019

Reinhold Middelberg (links) informierte die Grünen (Wolfgang Springmeier, Robert Lorenz, Petra Funke, Tobias Demircioglu) über die Haltung der Anlieger zu den Planungen für die Awigo-Ansiedlung in der Mündruper Heide.

Grüne: Keine Awigo-Entscheidung vor Bürgerbeteiligung

Georgsmarienhütte – Ohne eine Beteiligung der Anwohner kann es aus Grüner Sicht keine Zustimmung zur Ansiedlung des Awigo-Abfallzentrums im Gebiet Mündruper Heide geben. Mitglieder von Ratsfraktion und Vorstand ließen sich jetzt bei einem Ortstermin von Reinhold Middelberg über vorhandene Bedenken informieren.

Schon nach der Ausweisung der Mündruper Heide als Gewerbegebiet seien benachbarte Bewohner weggezogen, berichtete Middelberg. Eine Wohnung stehe bereits etwa zwei Jahren leer. Bei über 300 täglichen Awigo-Anlieferungen werde Verkehrs-, Lärm- und Geruchsbelästigung befürchtet, was das Wohnen in der angrenzenden Königsbach-Siedlung erheblich beeinträchtigen würde.

Middelberg kritisierte, dass das Versprechen, östlich des Königsbaches keinerlei Gewerbe zuzulassen, gebrochen worden sei. Ebenso sei die Zusage bisher nicht eingehalten worden, den Weg um das Gelände für Durchfahrten zu sperren. Nachdem auf dem Gelände ursprünglich ein Wald gestanden habe, trügen sich Nachbarn heute mit dem Gedanken wegzuziehen ohne Aussicht, eine wirtschaftliche Lösung für die Nachnutzung des Hauses zu finden.

Nach Ansicht der Grünen sollte vor einer Awigo-Verlagerung geprüft werden, inwieweit die Annahmesituation durch strukturelle Veränderungen am jetzigen Standort entspannt werden kann. „Kann durch das Parken von Lkw´s anderer Stelle Platz geschaffen werden, kann eine zweite Linksabbiegespur eingerichtet werden, können die Annahmezeiten ausgeweitet werden“, fragte Robert Lorenz. Vor Klärung dieser und weiterer Fragen könne es keine Zustimmung zu einer Umsiedlung geben, die Menschen belaste und dem Gebührenzahler viel Geld koste, betonte der Fraktionsvorsitzende.

Die Grünen begrüßen Überlegungen auch aus anderen Ratsfraktionen, eine Entscheidung über das Awigo-Anliegen am kommenden Montag im Stadtrat zu vertagen. Zunächst müsse über das Anliegen ausführlich öffentlich informiert werden. „Die betroffenen Anlieger haben einen Anspruch darauf“, so Lorenz. Da es sich um eine immissionsträchtige Anlage handele, müsse vor einer Umsiedlung in jedem Fall vorher eine entsprechende Überprüfung durchgeführt werden.

 

 



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