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28.03.2020

Auch das Osnabrücker Zimmer ist für Bürgermeisterin Annette Niemann Anlass, sich über die Nutzung der ehemaligen Jugendherberge auf dem Bundeswehr-Gelände auf dem Dörenberg Gedanken zu machen.

„Touristische Perle auf dem Dörenberg“

Prüfung der Nutzung des Bundeswehrstandortes

In welchem Zustand befindet sich das Gebäude der ehemaligen Jugendherberge auf dem Gelände der Bundeswehr auf dem Dörenberg und inwieweit können von der Bundeswehr nicht mehr benötigte Flächen anderweitig genutzt werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines von den Grünen organisierten Ortstermins, an dem neben Bundeswehr auch Vertreter der Städte Georgsmarienhütte und Bad Iburg sowie des Forstamtes, das Vorkaufsrecht besitz, teilnahmen.

Nachdem die Bundeswehr ursprünglich den Zutritt abgelehnt hatte, wurde auf Intervention des Grünen-Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler die zuständige Stelle der Bundeswehr in Oldenburg vom Verteidigungsministerium angewiesen, den Informationsbesuch zu ermöglichen. Das dort stationierte Fernmelderegiment war bereits  2009 aufgelöst und die 16 Soldaten, die im Schichtbetrieb für die Funkübermittlung in einem Radius von ca. 100 km zuständig waren.  abgezogen worden. Seitdem erfolgte die Nutzung für den Satelliten-Flugdienst, wozu nur noch ein personell nicht mehr besetztes Gebäude dient.

Seinerzeit hatten bereits für den Fall der Freigabe die Städte Bad Iburg und Georgsmarienhütte Interesse an Erwerb und Nachnutzung der Liegenschaft erklärt. Darauf hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, im Falle der dauerhaften Entbehrlichkeit des Geländes für Zwecke der Verteidigung werde die Vermarktung über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vorgenommen.

Möglichkeiten für touristische Zwecke bietet insbesondere das „Osnabrücker Zimmer“ in der ehemaligen Jugendherberge, das die Besucher jetzt nach wie vor gut erhalten vorfanden. Unter dem Osnabrücker Zimmer befand sich die Kantine, die von der Iburger Gaststätte Fischer-Eymann beliefert worden war, darüber Schlafquartiere für ca. 20 Personen. Auf dem Gelände befand sich auch ein kleiner Bolzplatz. Denkbar sei auch die Nutzung des von den Soldaten in Eigenregie als Bar hergerichteten ehemaligen Schweinestalls. 30 Minuten Fußweg vom Wanderparkplatz an der Straße zwischen Hagen und Bad Iburg ruhe hier eine touristische Perle, so die Einschätzung der Besucher.

Um die Möglichkeiten der Nutzung zu klären, will der Bundestagsabgeordnete Kindler entsprechende Fragen an das Verteidigungsministerium richten. Dazu gehören die jährlichen Kosten der Bundeswehr für diesen Standort, die Größe der nicht mehr benötigten Fläche, die derzeitige Nutzung durch andere wie Funkamateure und was zur wirtschaftlichen Verwertung schon unternommen wurde.

Zu einer Wanderung am Südhangs des Dörenbergs will demnächst die Iburger Bürgermeisterin Annette Niermann einladen. Anlässlich des Ortstermin äußerte sie Sorge angesichts des infolge Borkenkäferbefall schon stark gelichteten Baumbewuchses. „Wenn das so weiter geht, brauchen wir keinen Aussichtsturm mehr“, so Niermann. Mit dem Forstamt gelte es jedoch, alles zu tun, um den Dörenberg bewaldet zu erhalten.



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