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10.03.2021

Den Gartmannsbach wollen wir Grünen renaturieren.

Hochwasserschutz in Harderberg

Grüne für Renaturierung des Gartmannsbaches

Georgsmarienhütte – Die Renaturierung des benachbarten Baches hat der Harderberger Dorfstraßen-Anwohner Christian Dreier den Grünen vorgeschlagen. Dadurch sei eine Verbesserung für Tier- und Pflanzenwelt sowie für Wanderer im Verlauf des Regenrückhaltebeckens zu erreichen.

Der ehemals in Schlangenlinien verlaufende Gartmannsbach sei in den 70-er Jahren in eine schnurgerade Wanne mit Betonplatten gelegt worden, berichtete Dreier. Dadurch sei die Fließgeschwindigkeit erhöht worden, was nach damaliger Auffassung von Hochwasserschutz gewollt gewesen sei. Heute wisse man, dass es mehr Sinn mache, das Regenwasser möglichst lange auf Überschwemmungsflächen, in diesem Fall dem Regenrückhaltebecken, zu halten.

„Insbesondere mit Blick auf  den Klimawandel und zunehmend trockeneren Sommern mit sinkenden Grundwasserspiegeln sollten wir jede zur Verfügung stehende Fläche nutzen, um möglichst viel Regenwasser ins Grundwasser sickern zu lassen“, so Dreier. Durch eine naturnahe, mäandernde Gestaltung des Baches lasse sich dies problemlos erreichen. Durch die dadurch viel langsamere Fließgeschwindigkeit und unterstützt durch Uferbewuchs würde auch das Sieb bzw. Schutzgitter am Ablauf des Rückhaltebeckens weniger stark verschmutzt und müsse nicht mehr so oft gesäubert werden, wodurch Kosten gespart werden könnten.

Neben den schon beobachteten Bachstelzen, Eisvogel, Wildenten und Teichhühner  könnten noch weitere Vögel Schutz und Nahrung finden und sich vielleicht auch dauerhaft ansiedeln, ergänzte Dreier. Der Anwohner berichtete, dass es immer wieder zu Verfärbungen des Baches komme, so Farbreste, Wachmittel, Öl/Benzin oder Diesel. Nach Einschätzung von Funke sollten deshalb Einleitungen in den Bach, im verrohrten Bereich bachaufwärts,  überprüft werden.

Das Grünen-Ratsmitglied begrüßte den Vorschlag und sagte zu, ihn seitens der Grünen-Fraktion im Fachausschuss zur Sprache zu bringen. Im Rahmen der Bemühungen der Stadt um mehr Hochwasserschutz dürften die 9 kleineren Maßnahmen, wozu auch dieses Becken in Harderberg gehöre, nicht auf die Fertigstellung des großen Beckens bei Wiemann warten. Wo einfache  Lösungen schnell umsetzbar seien, müsse unverzüglich begonnen werden. „Denn das nächste Hochwasser kommt bestimmt“, betonte Funke anlässlich des Ortstermins.



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