Artikel


01.04.2021

Gegensätzliche Argumente bekamen wir zur möglichen Ausweitung der Mittelheide-Wohnbebauung zu hören.

Ausweitung der Mittelheide-Bebauung?

Grüne hörten bei Ortstermin Pro und Kontra

Georgsmarienhütte – Inwieweit kommt eine Ausweitung der Wohnbebauung im Gebiet Mittelheide in Betracht? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Ortstermins im Stadtteil Holsten Mündrup, zu dem die Grünen eingeladen hatten.

Der betreffende Grundstückseigentümer hatte sein Interesse signalisiert, eine etwa 1,6 ha große, derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche zur Verfügung zu stellen. Er habe im Zusammenhang mit zwei benachbarten und mittlerweile verkauften Bauplätzen mehr als 100 Anfragen von bauwilligen Familien bekommen. Es gehe jetzt um die Fläche zwischen den Bestandsgebäuden in der nördlichen Mittelheide und der nahe gelegenen Wohnbebauung an der Straße „Im Mündrup“.

Um die betreffende Fläche möglichst effizient zu nutzen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, schlug der Eigentümer kompakte Baugrundstücke für Einfamilien-, Doppel- und auch Reihenhäuser vor. Eine geschlossene Reihenhauszeile zur Autobahn A33 könnte zusätzlich Lärmschutz für einen Teil der bestehenden Bebauung bieten. Im Falle der Genehmigung sei eine bevorzugte Vergabe von Baugrundstücken an Holsten-Mündruper Bürger wünschenswert.  

Die Ausrichtung der Bauplätze für optimierte Solarenergienutzung und der Bau von energieeffizienten Gebäuden können nach Auskunft des Grundbesitzers zur Ressourcenschonung beitragen. Eine abwägende Prüfung könne klären, ob eine Erweiterung des Baugebiets trotz des bestehenden Landschaftsschutzgebietes vorgenommen werden solle.

Unter den am Ortstermin teilnehmenden Bürgern war die Meinung gespalten. Während einige auf bereits erfolgte Bebauungs-Ablehnungen von benachbarten Grundstücken und die Bedeutung des Landschaft für Mensch und Natur hinwiesen, wollten andere die Wohnbau-Chance für junge Familien aus dem Stadtteil nicht gänzlich ausgeschlossen wissen. Von Befürwortern wurde darauf hingewiesen, dass eine höhere Einwohnerzahl die Chance auf mehr Infrastruktur für Holsten-Mündrup schaffen und die Busanbindung verbessern  helfen könnte.

Aktuell bestehen nach Auskunft von Robert Lorenz keine Aussichten auf Erweiterung der Mittelheide-Wohnbebauung. „Die Stadt Georgsmarienhütte hat die Empfehlung des Landkreises auf jährlich ca. 60 neue Wohnungen seit 2017 erfüllt“, erklärte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stadtrat. Für die nächsten Jahre werde dieses Ziel mit dem Wohnbaugebiet „Hempen“ erreicht. Zudem sei angesichts des prognostizierten Bevölkerungsrückgangs ab 2030 gut zu überlegen, inwieweit noch weitere Flächen versiegelt würden.

Übereinstimmend Handlungsbedarf wurde für mehr Verkehrssicherheit auf der Straße „Im Mündrup“ festgestellt. Angesichts des erheblichen Durchgangsverkehrs mit nicht geringen Geschwindigkeiten wurden Radweg und Bürgersteig von den Anwohnern vorgeschlagen. „Eigentlich müsste die Stadt an der Straße bei so vielen Pkw ohnehin tätig werden“, betonte Reinhold Middelberg. Im Wohngebiet Mittelheide könne ein weiterer Poller mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer bieten.



zurück

Keine Kommentare

Kommentar schreiben






CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.




* Pflichtfelder