Stadtratsprogramm 2016-2021


Grüne: Widerstand gegen neues Beitragsmodell

Voll besetzte Liste für Stadtratswahl aufgestellt

Georgsmarienhütte – Mit 44 Kandidatinnen und Kandidaten konnten die Grünen das Maximum an möglichen Plätzen für die Stadtratswahl am 11. September besetzen. Dabei sind 17 Nichtmitglieder, die über die Grünen-Liste dazu beitragen wollen, wichtige Anliegen in den Stadtrat hineinzutragen. Mit je 22 Frauen und Männern wurde Geschlechterparität erreicht.

„Die Anliegergebühren sind zwar vorerst vom Tisch, aber die CDU hat offen gelassen, wie sie die zukünftige Instandhaltung der Straßen finanzieren will“, so Ulrich Möller, der sich seit langem gegen die Planungen in der Umgebung der Nelkenstraße wehrt und parteilos auf Platz 11 der Grünen-Liste im Wahlbereich Oesede / Kloster Oesede / Holsten Mündrup kandidiert. Dass die CDU ihre ablehnende Haltung geändert habe, sei ein Verdienst des Bürger-Protestes, bekräftigte Robert Lorenz, der auf den Listenplatz 1 gewählt wurde. „Sollte die CDU ein neues Beitragsmodell vorlegen, wird das auf heftigen Widerstand stoßen“, kündigte Lorenz an.

Auf Platz 2 gewählt die Architektin Irina Weckermann, der insbesondere der Stadtteil Oesede-Süd am Herzen liegt. Hier gehe es um die für Anwohner verträgliche Entwicklung des Grundstückes des ehemaligen Drei-Freunde-Kindergartens, den Baumschutz im Umfeld des Overberg-Carre´s und den Generationswechsel in der Siedlung.
Tobias Demircioglu, der auf Platz 3 für Kloster Oesede kandidiert, will sich vor allem für besseren Baumschutz einsetzen. Weiteres Ziel sei die Verbesserung des Angebotes von Bahn und Bus mit 30-Minuten-Takt für den Haller Willem und Aufwertung des Anruf- zu einem regulären Linienbus. Außerdem müssten die Stadtwerke sich von der Beteiligung am Kohlekraftwerk in Lünen trennen, das jährlich über 500.000 Euro für die Stadt verursache. Außerdem wolle er sich für Skater- und Bikeranlagen einsetzen.

Die Interessen von Holsten Mündrup will Reinhold Middelberg ohne Parteimitgliedschaft in den Stadtrat einbringen. Dabei geht es dem auf Platz 4 gewählten Rentner auch um besseren Lärmschutz gegenüber der A33. Außerdem wollen die Grünen weiteren Flächenverbrauch in Richtung Steiniger Turm für Gewerbebebauung vermeiden und für die geplante Stromtrasse im Osten des Stadtteils Erdkabel genutzt wissen.

Auf eigenen Wunsch auf Platz 7 im Bereich Oesede kandidiert Thomas Korte. Der Fraktionsvorsitzende stellte als wichtigstes Ziel den Lärmschutz an der B 51 sowohl in Harderberg-Weidenstraße, City-Schoonebeekstraße und Roggenkamp als auch Oesede-Süd heraus. Weiterhin müsse der Hochwasserschutz im Bereich der Düte fortgesetzt und die sogenannte Ortskernentlastungsstraße endgültig aus den Planungen gestrichen werden.

Im Wahlbereich Harderberg / Holzhausen / Alt-Georgsmarienhütte wurde Petra Funke auf den Spitzenplatz gewählt. Als wichtigstes Anliegen nannte die Ratsfrau die Unterstützung der Bürgerinitiative, die sich für den Erhaltung von Natur und Landschaft in Malbergen engagiert und gegen eine Gewerbebebauung. In Harderberg gelte es, Nahversorgung, Verkehrssicherheit „Alte Heerstraße“ und die Entwicklung im Umfeld von Kita und Schule zu unterstützen.

In diesem Wahlbereich wurde Wolfgang Springmeier auf Platz 2 gewählt, der sich weiterhin um die  besonderen Anliegen in Alt-Georgsmarienhütte kümmern will. Auf Platz 3 wurde der Lehrer und Bauarbeiter Dede Bitic gewählt, der sich vor allem für Sprachunterricht und Arbeit für Flüchtlinge einsetzen will.